Wenn Sie gerade neu in der Terraristik sind, sollten Sie den Kauf Ihres Terrariums nicht überstürzen. Bevor Sie das Terrarium kaufen, gibt es einige Punkte zu beachten. Zu allererst müssen Sie sich aber mit den Haltungsbedingungen Ihres Tiers genauestens auseinandergesetzt haben.

Erst danach wissen Sie, welches Terrarium Sie kaufen müssen, damit sich ihr neuer Freund bei Ihnen zu Hause auch wohl fühlt.

In diesem Beitrag haben wir die Punkte zusammengefasst, auf die Sie achten sollten, wenn Sie ein Terrarium kaufen wollen. Wir zeigen Ihnen, welche Vorüberlegungen Sie anstellen sollten und welche Terrarientypen es gibt. Zudem gehen wir auf typische Belüftungsmethoden und die Wahl der richtigen Terrariumtür ein.

Überlegungen, bevor Sie ein Terrarium kaufen

Vor dem Kauf des Terrariums gilt es einige Überlegungen anzustellen, die mitunter entscheiden, ob der Kauf eines Terrariums überhaupt möglich ist. Bei einigen Tieren sind die Haltungsbedingungen so speziell, dass es sehr wahrscheinlich kein passendes Terrarium zu kaufen gibt.

Die erste Überlegung ist der Standort des Terrariums. Achten Sie darauf, dass es nicht am Fenster oder an der Heizung steht. Beide Plätze bieten zusätzliche Wärmequellen im Sommer/Winter. Außerdem sollten Sie darauf achten, dass das Terrarium nicht der Zugluft ausgesetzt ist. Optimal ist es auch, wenn Steckdosen in der Nähe sind. Das ist zwar kein Muss, vereinfacht aber das Aufstellen des Terrariums erheblich.

Der zweite wichtige Aspekt ist die Größe des Terrariums. Auch darüber sollten Sie sich Gedanken machen, bevor Sie das Terrarium kaufen. Die Größe des Terrariums ist immer abhängig von seinem zukünftigen Bewohner. Für jedes Tier gibt es bestimmte Richtwerte, die Sie auf gar keinen Fall unterschreiten sollten! In unseren Haltungsberichten zu Terrarium-Tieren haben wir die Richtwerte erklärt und zeigen, wie Sie die  passende Größe ganz einfach selbst berechnen können.

Wenn Sie ein passenden Standort fürs Terrarium gefunden haben, prüfen Sie nochmals die Abmessungen des Terrariums, ob auch alles passt. Soll das Terrarium beispielsweise unter einer Schräge stehen, ist die Höhe immer ein kritischer Knackpunkt.

Den richtigen Terrarientyp aussuchen

Gerade Terraristik-Neulinge stehen zu Beginn vor einer überwältigenden Auswahl an Terrarientypen. Die gängigsten Varianten sind das…

  • Glasterrarium
    Glasterrarien sind der Klassiker. Leider ist die Wärmedämmung sehr schlecht. Können dafür sehr gut sauber gehalten werden. Eigenbau ist fast unmöglich, da die Glasverarbeitung nur was für Profis ist.
  • Holzterrarium
    Holzterrarien sind relativ preiswert. Durch Epoxidharz kann man die Oberfläche leicht versiegeln. Haben eine gute Wärmedämmung und sind besonders gut für Wüstenterrarien geeignet. Man kann relativ leicht sein Terrarium selber bauen.
  • Kunststoffterrarium
    Auch Forex-Terrarien genannt. Haben eine guten Wärmedämmung und sind sehr leicht. Durch die glatten Oberflächen ist das Terrarium leicht zu reinigen. Nachteil: Gute und schöne Forex Terrarien sind meist etwas teurer.
  • Aluminiumterrarium
    Sind sehr hygienisch, robust und haben nur ein geringes Gewicht. Das Design ist sehr modern und sieht noch nach einigen Jahren gut aus. Aluminiumterrarien sind meist etwas teurer. Nachteil: Das Terrarium hat keine gute Wärmedämmung.

Welches Material Sie am Ende wählen, hängt stark vom Klima des Terrariums ab. Besonders bei Feuchtterrarien wird häufig das Glas-, Forex- oder Aluminiumterrarium gewählt.

Terrarien aus Holz sind vor allem bei Wüstenterrarien sehr beliebt. Die gute Wärmedämmung spart viel Energie und das Holz muss nicht zwangsläufig mit Epoxidharz versiegelt werden (ist trotzdem zu empfehlen; Stichwort: Hygiene).

Wenn Sie ein Holzterrarium versiegeln, können Sie es auch für ein Tropenterrarium verwenden. Gerade bei Bewohnern, die viel Platz benötigen, muss man das Terrarium meist selber bauen bzw. bauen lassen. Holzterrarien sind dafür prädestiniert, da Holz sehr einfach zu verarbeiten ist.

Am Ende haben Sie die Wahl, welcher Terrarientyp Ihnen besser gefällt. Natürlich spielt der Geldbeutel auch immer eine wichtige Rolle.

Auf die Belüftung achten

Bevor Sie ein Terrarium kaufen, sollten Sie vor allem auf die Position und Größe der Belüftungsgitter achten. Manche Terrarium-Tiere brauchen eine sehr gute Belüftung.

Ein Beispiel dafür ist das Chamäleon. Hier sollte etwa 2/3 einer Seitenwand mit Belüftungsgitter versehen sein.

In der Regel werden Sie zwei Belüftungsarten bei fertigen Terrarien finden.

  1. Parallele Belüftung
    Hierbei sind zwei Belüftungsgitter entweder im oberen oder unteren Bereich des Terrariums angebracht. Der Belüftungseffekt liegt bei dieser Variante eher im mittleren Bereich.
  2. Der Kamineffekt
    Wenn Sie einer gute Belüftung brauchen, sollten Sie ein Terrarium kaufen, was den Kamineffekt nutzt. Dabei ist ein Belüftungsgitter meist unten an der Vorderseite des Terrarium angebracht und ein zweites oben auf der Rückseite. Manchmal besteht auch der gesamte Deckel aus Gazen.

Die Tür des Terrarium

Wenn Sie ein Terrarium kaufen, spielt auch die Art der Türen eine Rolle. Es gibt drei Arten von Terrariumtüren:

  • Schiebetüren
  • Pendeltüren
  • und Falltüren

Bei Schiebetüren und Pendeltüren sollten Sie vor dem Kauf des Terrarium darauf achten, dass man diese auch verschließen bzw. verriegeln kann. Manche Terrarium-Tiere büchsen nämlich gerne mal aus.

Bei giftigen Bewohner ist auf jeden Fall eine Falltür die beste Lösung. So können Sie schnell reagieren und ihre Hand in Sicherheit bringen. Allerdings lässt sich diese Variante eher bei kleineren Terrarien realisieren.

Auch sehr wichtig ist das Thema Bodengrund. Der  Abstand zwischen Tür und Boden bestimmt letztlich die Füllhöhe des Bodengrundes. Das ist besonders wichtig bei Tieren, die gerne mal graben (zum Beispiel Bartagamen).

Unser Fazit zum Kauf eines Terrariums

Es müssen einige Punkte beachtet werden, bevor Sie ein Terrarium kaufen. Alle Aspekte müssen auf die Haltungsbedingungen des zukünftigen Bewohners abgestimmt sein.

Bevor Sie also Ihr Terrarium kaufen, achten Sie vor allem auf die benötigte Größe, den künftigen Standort, das Material (Holz, Glas, Kunststoff, Alu) sowie auf eine passende Belüftung. Auch die Tür ist ein wichtiges Kriterium, gerade was die Ausbruchssicherheit betrifft.

Gibt es kein passendes Terrarium zu kaufen, können Sie sich immer noch ein Modell nach Maß anfertigen lassen (meist sehr teuer) oder Ihr Terrarium selber bauen. Auch wenn das etwas mehr kosten mag bzw. der Aufwand höher ist, sollten Sie immer erst an Ihr Tier denken. Sie sind am Ende dafür verantwortlich, dass ihr neuer Freund ein artgerechtes Leben bei Ihnen führen darf.