Die Temperatur im Terrarium mit einem Thermostat zu regulieren, erspart einem viel Arbeit und bietet zusätzliche Sicherheit.

In diesem Beitrag gehe ich nochmal dem Thema „Thermostat“ etwas genauer nach. Ich schaue mir an, wann sich der Einsatz lohnt und was ein guter Thermostat können muss. Am Ende des Beitrags zeige ich den Funktionsumfang von 3 guten Modellen und welches Modell mir am besten gefällt.

Wofür überhaupt ein Thermostat?

Im letzten Beitrag bin ich schon der Frage nachgegangen, ob man ein Thermometer oder einen Thermostat einsetzen sollte.

Ein Thermostat ist bei min. 90% der Terrarien sinnvoll, da automatisch die Temperatur reguliert wird. Dadurch kann man unmittelbar Temperaturschwankungen aufgrund von äußeren Einflüssen (besonders im Sommer) leicht abfangen.

Bei vielen Thermostaten ist es zudem möglich, die Beleuchtung gleich mit zu steuern. In einem solchen Fall kontrolliert man fast die gesamte Technik mit nur einem Gerät.

Es kann einem dadurch nicht passieren, dass man die regelmäßige Temperaturkontrolle einmal vergisst. Die vollautomatischen Temperaturwächter haben außerdem eine Alarmfunktion, sei es optisch oder akustisch. Somit erhält man einen zusätzliches Quäntchen an Sicherheit.

Was sollte ein Thermostat können?

Fast jeder Terraristik-Hersteller schickt seinen eigenen Thermostat ins Rennen. Im Großen und Ganzen unterscheiden sich die guten Modelle aber nicht. Preislich liegen die weiter unten vorgestellten Geräte nicht sehr weit auseinander.

Es gibt aber ein paar grundlegende Funktionen, die ein guter Thermostat mitbringen sollte:

  • Steuerungsbereich von min. 0°-50°C
  • Schaltleistung von ca. 1000W
  • Wechsel zwischen Heizen und Kühlen
  • mehrere programmierbare Ein- und Ausschaltzeiten
  • min. integrierte Minutenzeitschaltuhr
  • Temperaturanzeige
  • optische oder akustische Alarmfunktion

Neben den Grundfunktionen gibt es noch ein paar weiter typische Funktionen, die aber nicht bei allen Thermostaten vorhanden sind.

So sind zum Beispiel 2 Schaltkreise sehr sinnvoll, da man dadurch sehr viel leichter einen Tag-/Nachtrythmus einstellen kann. Auch ein zusätzliches Steuermodul für die Beleuchtung ist sehr praktisch, da man dadurch fast die gesamte Technik regulieren kann.

Was zwar kein Muss ist, aber trotzdem sehr nützlich, ist ein integrierter Akku. Die gespeicherten Zeitintervalle gehen bei einer Unterbrechung der Stromverbindung nicht gleich verloren.

Worauf Sie beim Kauf aber auf jeden Fall achten sollten, ist ein ausreichend langes Sensorkabel. Denn gerade bei höheren/größeren Terrarien kann die Länge des Kabels ein kritischer Knackpunkt sein.

Die 3 Modelle im Check

  1. Lucky Reptile Thermo Control II & Thermo Control Pro II
    Der Lucky Reptile Thermo Control II* hat eine integrierte Zeitschaltuhr, eine Alarmfunktion, einen Heiz- & Kühlmodus, einen Steuerungsbereich von 0°-50°C und eine durchgängige Temperaturanzeige im Display.
    Mit einer Schaltleistung von maximal 1.000 W ist der Thermostat von Lucky Reptile gut einsetzbar. Zusätzlich können auch Schaltzeiten für die Beleuchtung oder etwaige Lüfter eingestellt werden.
    Beim Lucky Reptile Thermo Control PRO II* gibt es noch einen zweiten Schaltkreis.

  2. Digitaler Hygro- und Thermostat von Trixie Reptiland
    Bei dem Gerät von Trixie Reptiland* ist auch gleich noch ein Hygrostat (für die Luftfeuchtigkeit) integriert. Das Modell hat 2 Schaltkreise, eine sekundengenaue Zeitschaltuhr, 8 Ein- & Ausschaltzeiten, eine Temperatur- und Funktionsanzeige im Display, einen Steuerungsbereich von 0°-50°C sowie 20%-90% Luftfeuchtigkeit, Heiz- & Kühlbetrieb und eine optische Alarmfunktion.Insgesamt hat der Hygro-/Thermostat eine Schaltleistung von 3 x 400W. Das Sensorkabel ist jeweils 1,8m lang. Durch den integrierten Akku bleiben die Schaltzeiten weiterhin gespeichert, wenn Sie den Thermostat mal vom Netz nehmen müssen.

Fazit zu den drei Thermostaten

Im Grunde sind alle 3 Modell nicht schlecht. Für mich kommt allerdings entweder der Lucky Reptile Thermo Control PRO II* oder der Hygro-/Thermostat von Trixie Reptiland* in Frage. Die beiden Thermostate haben alles mit dabei, was man bei einem guten Gerät erwarten darf.

Beim Lucky Reptile Thermo Control II* fehlt mir einfach der 2. Schaltkreis. Das erleichtert die Steuerung des Tag-/Nachtzyklus doch erheblich.

Auf der Webseite der Hersteller gibt es auch die Bedienungsanleitung zu den Geräten. Dadurch bekommt man einen guten Eindruck über die Funktionsweise der drei Modelle.