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Künstliche Terrarienpflanzen sind nicht bei jedem Terrarien-Besitzer beliebt. In meinem heutigen Artikel möchte ich allerdings aufzeigen, wann künstliche Terrarienpflanzen die richtige Wahl sind und welche Vorteile sie haben.

Auch Terrarien-Anfänger stehen zu Beginn oftmals vor der Wahl: „Künstliche Terrarienpflanzen oder doch lieber echte?“ Dazu möchte ich einige Punkte aufzeigen, die vielleicht für den Kauf von Kunstpflanzen fürs Terrarium sprechen.

Vorteile von künstlichen Terrarienpflanzen

Ein Argument, weshalb oftmals auf künstliche Terrarienpflanzen verzichtet wird, ist das unnatürliche Aussehen der Pflanzen. Als Terrarium-Besitzer stecken Sie sehr viel Liebe und Arbeit in das Errichten einer natürlichen Lebensumgebung für ihren Schützling. Warum sollte Sie also das Gesamtbild ruinieren?

Ich habe es selbst nicht geglaubt, als ich vor kurzem in der Zoohandlung meines Vertrauens war. Ich konnte die echten und die künstlichen Pflanzen* nicht auseinander halten. Erst die Verkäuferin im Geschäft hat mich dann schließlich aufgeklärt, welche echt und welche unecht sind. Seitdem bin ich nicht mehr der Meinung, dass künstliche Terrarienpflanzen nicht  schlechter sein müssen als echte Pflanzen. Zumindest vom optischen Gesichtspunkt aus betrachtet.

Mittlerweile haben die Hersteller eine so große Auswahl an künstlichen Terrarienpflanzen im Repertoire, dass man fast vor lauter Bäumen den Wald nicht mehr sieht. Ob im Online-Shop oder im Fachgeschäft vor Ort, es gibt mittlerweile fast jede echte Pflanze auch als künstliche Kopie. Dabei können Sie sich oftmals sogar aussuchen, in welcher Größe Sie die Pflanze gerne haben wollen.

Das bringt mich auch gleich zum nächsten Punkt, nämlich die Pflege. Echte Pflanzen haben die natürliche Eigenschaft, dass sie wachsen. Dem muss man bei bestimmten Arten (wie z.B. Kletterpflanzen und Büschen) von Zeit zu Zeit entgegenwirken, außer Sie wünschen sich ein wildwucherndes Biotop. Wer nicht gerade einen grünen Daumen hat, kann die Pflanze dabei schnell beschädigen und somit ein weiteres Wachstum verhindern. In manchen Fällen kann die Terrariumpflanze sogar absterben. Dieses Problem haben Sie bei Kunstpflanzen natürlich nicht.

Manche Pflanzen müssen noch zusätzlich gegossen werden. Das ist besonders bei Pflanzen für Wüsten-Terrarien der Fall. Beim Regenwald-Terrarium ist das je nach Luftfeuchtigkeit nicht immer notwendig. Künstliche Terrarienpflanzen haben allerdings niemals Durst. Also können Sie auch das Gießen nicht vergessen. Ein weiterer Vorteil, wenn man in diesem Punkt etwas vergesslich ist. Hätte ich ein Wüsten-Terrarium, dann würde ich auf jeden Fall künstliche Terrarienpflanzen wählen, da bei mir sonst der Kaktus noch verdursten würde. Lachend

Für Leute, die Abwechslung im Terrarium lieben, sind künstliche Terrarienpflanzen ebenfalls eine sehr gute Alternative. Bei echten Pflanzen ist das wieder so eine Sache. Wo hin mit den Pflanzen, wenn man sie gerne mal austauschen will? Künstliche Terrarienpflanzen kann man hingegen einfach in die Kiste oder die Schublade legen und gegen eine andere austauschen. Dadurch haben Sie gleich einen anderen Effekt im Terrarium.

Der beste Vorteil ist, wie ich finde, dass die künstlichen Terrarienpflanzen sogar übers Internet bestellt werden können. Das Gute dabei ist, dass die Pflanzen in Online-Shops i.d.R. günstiger sind als in der Zoohandlung. Als super Adresse ist hier auch wieder der Online-Shop Reptilica.de zu nennen. Für jeden Bereich gibt es eine große Auswahl von verschiedenen Herstellern. Bei Amazon* lohnt sich auch immer ein Besuch, wenn man auf der Suche nach neuen Pflanzen ist.

Hygienische Aspekte

Das Thema Hygiene habe ich bereits in einigen meiner Artikel behandelt, wie zum Beispiel dem Artikel über Glasterrarien. Denn Hygiene bzw. Sauberkeit im Terrarium ist ein wichtiger Punkt, der oftmals nur am Rande erwähnt wird.

Umso leichter das Terrarium zu reinigen ist, desto gesünder bleibt das Tier am Ende. Sind Futterreste und Kot im Terrarium verteilt, dann kann sich auch ihr Schützling schnell Krankheiten einfangen.

Einige Terrarien-Tiere leben auf Pflanzen. Natürlich landet der Kot der Tiere dann auch auf den Pflanzen. Diese müssen deshalb ebenfalls regelmäßig gereinigt werden. Bei echten Pflanzen kann sich das manchmal als schwierig erweisen, je nachdem wie empfindlich die Pflanze ist.

Bei künstlichen Terrarienpflanzen brauchen Sie sich hier keine Gedanken zu machen. Durch die Robustheit der künstlichen Terrarienpflanzen können Sie diese einfach mit einem feuchten Lappen reinigen. Mehr braucht es nicht. Das geht zudem viel schneller, da Sie nicht so vorsichtig sein müssen wie bei echten Pflanzen.

Luftfeuchtigkeit im Regenwaldterrarium/Tropenterrarium

Die fehlende Eigenschaft der automatischen Klimaregulierung wird oftmals bei künstlichen Terrarienpflanzen bemängelt. Gut, gerade in Regenwald- bzw. Tropenterrarien tragen die echten Pflanzen zu einem ausgewogenen Klima bei.

Im Grunde ist dieser Kritikpunkt sehr oberflächlich betrachtet. Das richtige Klima im Regenwaldterrarium wird nämlich nicht hautsächlich durch die Pflanzen erzeugt. Viel wichtiger ist ein regelmäßiges Besprühen. Das kann alternativ auch von Regenanlagen oder Neblern erledigt werden. Dadurch wird auch ohne echte Pflanzen die richtige Luftfeuchtigkeit im Terrarium erzeugt.

Wann künstliche Terrarienpflanzen ungeeignet sind

Es gibt allerdings auch Situationen, in denen künstliche Terrarienpflanzen völlig ungeeignet sind und auf jeden Fall nicht eingesetzt werden sollten.

Eine solche Situation wäre, wenn sich ihr Tier von Pflanzen ernährt. Auch wenn es nur hin und wieder gerne an Pflanzen knabbert, sind in einem solchen Fall die künstlichen Pflanzen ein absolutes NO-GO! Ihr Tier wird dann sehr schwer krank, bekommt Verstopfungen oder stirbt sogar im schlimmsten Fall an den Kunstpflanzen.

Manche Terrarium-Tiere, wie z.B. einige Geckos, Frösche und Insekten, leben ausschließlich auf einer bestimmten Pflanzen. Diese wird ihr Freund in aller Regel auch nicht verlassen. In einem solchen Fall sollten Sie ihrem Schützling eine echte Pflanze gönnen. Denn die Terrarienpflanze ist dann nicht mehr nur fürs Auge, sondern elementare Lebensumgebung ihres Tieres.

Auch wenn der letzte Punkt simpel und logisch klingt, so will ich ihn trotzdem kurz erwähnen. Künstliche Terrarienpflanzen sind natürlich auch unpassend, wenn man sie einfach doof findet. Dieser Fraktion gehöre ich auch an. Ich habe zwar nicht gerade einen „grünen Daumen“, allerdings ist der Mehraufwand mit vorheriger Informationsbeschaffung immer noch minimal.

Fazit

Künstliche Terrarienpflanzen können eine wirkliche Alternative zu echten Terrarienpflanzen sein. Besonders der geringe Pflegeaufwand steht bestimmt an erster Stelle. Auch der hygienische Aspekt sollte nicht vergessen werden. Es ist zum Teil viel leichter eine künstliche Pflanze zu reinigen, als eine echte Terrarienpflanze.

Auch die große Auswahl in Online-Shops wie zum Beispiel Reptilica.de oder Amazon* ist ein großer Pluspunkt. So kann die passende Pflanze einfach übers Internet ausgesucht werden. Es gibt zahlreiche Variationen, in verschiedenen Größen und Formen. Mittlerweile bietet fast jeder Terrarium-Hersteller sein eigenes Sortiment an.

Manche Terrarien-Besitzer sind der Ansicht,  dass echte Terrarienpflanzen unerlässlich für das Klima im Terrarium sind. Dieses Argument trifft nur zum Teil zu. Natürlich können echte Pflanzen das Klima im Terrarium mitregulieren, allerdings gibt es Alternativen wie zum Beispiel automatische Regenanlagen oder Nebler.

Ich persönlich bin aber immer noch ein Fan von echten Pflanzen. Ich selbst habe zwar nicht gerade einen „grünen Daumen“, allerdings hält sich der Pflegeaufwand meist in Grenzen. Ich bin einfach der Meinung, dass für ein natürliches Umfeld im Terrarium echte Pflanzen einfach dazu gehören. Bei manchen Tieren hat man allerdings manchmal keine andere Wahl. Dann können nur künstliche Pflanzen eingesetzt werden. Wenn Sie zum Beispiel Reptilien halten, die einen enormen Bewegungsdrang haben und regelmäßig das Terrarium auf den Kopf stellen, dann sind künstliche Terrarienpflanzen auf jeden Fall die bessere Wahl. Alles andere geht mit der Zeit einfach zu sehr ins Geld. Dann würde  ich auch zu künstlichen Terrarienpflanzen greifen.