Bevor deine Spinne bei dir einzieht, muss das Spinnenterrarium eingerichtet werden. Worauf es bei der Terrariumeinrichtung für dein 8-beiniges Haustier ankommt, hängt von der Spinnenart sowie der individuellen Lebensweise des Tieres ab.

 

 

 

Baumbewohner oder Bodenbewohner?

Der Platzbedarf von Spinnen ist eher gering, daher haben sich Würfel als Spinnenterrarium durchgesetzt. Meist genügt ein Würfel mit einer Seitenlänge von 30 Zentimeter, der sowohl für baumbewohnende, wie auch für bodenbewohnende Spinnen verwendbar ist. Zwar können für die meisten Arten gleiche Materialien für die Terrariumeinrichtung genutzt werden. Allerdings unterscheidet sich die Einrichtung des Terrariums für Baumbewohner und Bodenbewohner, um den Tieren jeweils einen artgerechten Lebensraum zu gestalten.

Welches Bodensubstrat für Spinnenterrarium?

Ungedüngte Blumenerde mit etwas Torf versetzt, eignet sich als Bodensubstrat. Einige Spinnenhalter verwenden nur Torf. Doch trocknet dieser einmal aus, nimmt er anschließend nur noch sehr schlecht Feuchtigkeit auf. Blumenerde neigt zum Schimmeln. Viele erfahrene Halter setzen auf natürliche Erde, die sie entweder aus dem Wald besorgen oder von einem Maulwurfshügel entnehmen. Je nach Ansprüchen der Spinne kommt das Mischen verschiedener Substrate wie:

  • Torf
  • Waldboden
  • Blumenerde
  • Sand
  • Rinde
  • Lehm

oder Ton in Betracht, um dem Bodensubstrat bestimmte Eigenschaften zuzuweisen. Bei baumbewohnenden Spinnenarten liegt der Fokus bei der Bodenart hauptsächlich auf Vermeidung von Schimmelbildung. Bodenbewohnende Spinnen bevorzugen meist festen grabfähigen Boden, so das auch die Substanz des Untergrundes eine wichtige Rolle spielt. Damit die gegrabene Höhle nicht zusammenfällt, muss das Substrat eine gewisse Formbarkeit und Stabilität aufweisen. Andererseits darf der Boden nicht zu fest verdichten, damit die Spinne graben kann.

Wie hoch muss der Bodengrund sein?

Wie dick das Substrat ins Terrarium eingebracht werden sollte, hängt ebenfalls von der einziehenden Spinnenart ab. Meist wird die Erde bis zum unteren Türsteg aufgefüllt bzw. nur so hoch eingefüllt, dass die Lüftungsgitter des Terrariums freibleiben, um die Luftzirkulation nicht zu behindern. Hier weitere Empfehlungen:

  • Nichtgrabende und oberirdisch lebende Spinnen kommen mit einer Substrat-Höhe von ca. 5 cm aus.
  • Bei baumbewohnenden Spinnenarten ist eine dickere Erdschicht zu empfehlen, damit die Kletterfreiheit der Spinne nach oben eingeschränkt wird. Auf diese Weise wird das Verletzungsrisiko drastisch reduziert, sollte die Spinne abstürzen.
  • Grabende Spinnenarten, die in einer unterirdischen Höhle leben, sollten wenigstens 10 cm Substrat-Höhe zur Verfügung haben.
  • Besonders große Spinnentiere können durchaus auch tiefere Gänge und Höhlen anlegen, so dass ein größeres Terrarium und mehr Erde für ein artgerechtes Spinnenterrarium benötigt wird.

Extra-Tipp: Hang, Terrasse und Höhle für Bodenbewohner anlegen

Spinnenterrarium: Vogelspinne

Bei bodenbewohnenden Spinnen (z. B. Vogelspinne Brachypelma smithi) kannst du mit dem Substrat eine künstliche Hanglage mit verschiedenen Terrassen modellieren und eine kleine Höhle formen. Die Anlage von Terrassen trägt dazu bei, dass die Erde nicht ins Rutschen gerät. Durch die Hanglage und Höhlenanlage sorgst du dafür, dass du nach Einzug deines Tieres einen guten Überblick über das Spinnenterrarium und dein Tier haben wirst.

Da die beliebte Rotknievogelspinne in der Natur gerne ihre Höhle unter Steinen baut, biete der Spinne eine entsprechend große Tonscherbe oder ein Stück Korkrinde * als Unterschlupf an. Für baumbewohnende Spinnen kannst du eine längere Korkröhre schräg in das Spinnenterrarium einsetzen. Dabei achte darauf, dass die Korkröhre stabil steht und nicht umkippen kann.

Optisch lässt sich das Terrarium und die Rückwand kreativ gestalten. Laub, Wurzeln *, Holzstücke, echte Pflanzen, Korkröhren und Steine schaffen einen naturnahen Habitat. Bitte immer auf sichere Befestigung achten, damit nichts rutscht oder umkippt.

Der beste Standort für dein Spinnenterrarium

Spinnentiere sind hauptsächlich nacht- und dämmerungsaktiv. Das Terrarium sollte daher am besten dort stehen, wo es vor direkter Sonneneinstrahlung und großer Hitze geschützt ist. Einerseits fühlt sich das Tier dann wohler, andererseits lässt sich am schattigen Standort das Klima im Spinnenterrarium leichter im optimalen Bereich halten.

Terrarieneinrichtung Spinne: Was du sonst noch benötigst

Wie bei jedem Haustier brauchst du als Spinnenhalter etwas Zubehör für Spinne und Spinnenterrarium. Da diese Tierart relativ anspruchslos und günstig zu halten ist, genügt dieses wenige Zubehör, um Terrarium und Spinne gut zu versorgen: