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Wer vor dem Kauf bzw. Bau eines Terrariums steht, der denkt bestimmt sofort an ein Glasterrarium. Das ist nur verständlich, schließlich ist der Großteil aller Terrarien aus Glas. Glasterrarien sind die beliebteste Ausführung unter den Terraristikern. Das ist auch nicht ohne Grund so. Warum? Das zeige ich Ihnen in diesem Beitrag.

Es gibt zwar auch noch andere Möglichkeiten. Da wäre zum Beispiel das Holzterrarium oder das Terrarium aus Kunststoff. Allerdings soll es in diesem Beitrag um die Eigenschaften, die Kosten und den Eigenbau eines Glas-Terrariums gehen.

Das Glasterrarium – Der Alleskönner

Das Glas-Terrarium ist praktisch der Alleskönner unter den Terrarien. Es gibt keinen Terrarientyp, der sich damit nicht verwirklichen lassen könnte. Sei es ein Regenwaldterrarium, ein Wüstenterrarium, ein Paludarium oder ein Aquaterrarium. Das liegt vor allem an der Dichtigkeit der Glasterrarien. So lässt sich problemlos Wasser einsetzen, ohne sofort dem Risiko des Schimmelbefalls ausgesetzt zu sein. Aus diesem Grund wird vor allem für Paludarien (Sumpflandschaft) und Aquaterrarien das Glasterrarium eingesetzt, wobei es das Aquaterrarium auch als spezielle Bauweise gibt.

Dadurch, dass praktisch jeder Terrarientyp in einem Glasterrarium umgesetzt werden kann, eignet es sich grundsätzlich für alle Tierarten. Schlangen, Insekten, Echsen und Spinnen, alle werden sich in einem Glasterrarium wohl fühlen.

Ein Glasterrarium hat viele Vorteile. Wie oben bereits erwähnt ist es wasserdicht und darüber hinaus sehr leicht sauber zu halten. Gerade das Thema Hygiene in Terrarien ist ein wichtiger Punkt, den Sie nicht unberücksichtigt lassen sollten. Um Krankheiten vorzubeugen ist es von elementarer Bedeutung, dass Sie ihr Terrarium regelmäßig reinigen und sauber halten. Das ist durch die Beschaffenheit von Glas um ein vielfaches leichter, als das zum Beispiel bei Holzterrarien der Fall ist.

Ein oft kritisierter Punkt beim Glasterrarium ist der Wärmeverlust. Da ihr Tier meist aus wärmeren Regionen kommt, wie zum Beispiel den Tropen oder der Wüste, muss ein entsprechendes Klima im Terrarium geschaffen werden. Allerdings ist Glas ein guter Wärmeleiter, wodurch sehr viel Wärme im Glasterrarium nach außen abgegeben wird. Dieses Problem kann zumindest teilweise durch eine wärmedämmende Rückwand ausgeglichen werden.

Ich möchte hier noch kurz erwähnen, dass es natürlich als Alternative das Kunststoffterrarium gibt. Das besteht in der Regel aus Plexiglas. Plexiglas-Terrarien haben den Nachteil, dass sie mit der Zeit matt und trüb werden. Dieses Problem haben Sie bei einem Glasterrarium hingegen nicht. Sie werden immer eine freie Sicht auf ihre spannenden Tierchen haben. Das ist natürlich ein Vorteil, der nicht unerwähnt bleiben soll, weshalb ich kurz die Kunststoffterrarien erwähnt habe.

Marke Eigenbau – Das Terrarium selber bauen

Wenn Sie sich vorgenommen haben ein Glasterrarium selber zu bauen, dann sollten Sie einiges an Know-How, Erfahrung in der Glasverarbeitung und einen ausgeklügelten Plan mitbringen.

Der Bau eines Glasterrariums ist keine leichte Angelegenheit. Wohingegen grundsätzlich jeder ein Holz-Terrarium bauen kann, ist das beim Glasterrarium anders. Sie benötigen einiges an Erfahrung in der Glasverarbeitung. Glas ist kein einfaches Material. Sie benötigen spezielles Werkzeug, welches nicht jeder Handwerke gerade mal so im Keller rum liegen hat. Darüber hinaus ist das Spezialwerkzeug auch nicht gerade kostengünstig.

Wo wir gerade beim Thema Kosten sind. Der Bau eines Glasterrariums kann bei falscher Planung und falscher handwerklicher Ausführung sehr schnell ins Geld gehen. Das Material dafür ist teuer und ein Fehler kann nicht einfach korrigiert werden. Meistens wird dann nämlich neues Glas benötigt.

Somit lässt sich sagen, wenn Sie sich nicht 100% sicher sind beim Bau eines eigenen Glasterrariums, sollten Sie sich lieber ein fertiges Terrarium kaufen. Haben Sie allerdings Erfahrung mit dem Thema oder möchten sich trotzdem an diese anspruchsvolle Aufgabe heranwagen, dann Empfehle ich Ihnen die passende Literatur. Das Buch Terrarien bauen und einrichten* von Friedrich-Wilhelm Henkel und Wolfgang Schmidt kann ich hier nur wärmstens empfehlen. Zum Titel gibt es in Kürze auch einen Buchtipp auf meiner Seite. Darüber hinaus ist auch der Klassiker von Thomas Wilms sehr interessant. Er befasst sich mit der Einrichtung von Terrarien. Zu diesem Buch habe ich bereits einen Buchtipp geschrieben:

Buchtipp: „Terrarieneinrichtung – Grundlagen, Materialien, Methoden“ von Thomas Wilms

Mit Sicherheit finden Sie interessante Ideen und Inspirationen in den beiden Büchern, die ihr Terrarium zu einem Unikat machen.

Die Kosten eines Glasterrariums

Im Vergleich zu einem Holz-Terrarium muss ein Glasterrarium nicht einmal teurer sein. Der Preis hängt natürlich immer von der Größe und dem Bau des Terrariums ab. Die kleinen und preiswerteren Modelle beginnen ab etwa 50€. Nach oben gibt es im Grunde keine Grenzen. Allerdings können Sie als Richtwert für ein großes Glas-Terrarium einen Preis zwischen 400€ und 500€ einplanen.

Gute und qualitativ hochwertige Modelle bietet zum Beispiel die Firma Exo-Terra an. Der bekannte Terraristik-Shop Reptilica.de führt zum Beispiel u.a. diese Marke. Hier können Sie zwischen vielen verschiedenen Modellen, Größen und Ausführungen wählen. Andere namenhafte Hersteller von Glas-Terrarien sind Ferplast, ZooMed und Lucky Reptile, welche Sie ebenfalls bei Reptilica.de finden. Sie haben hier eine große Auswahl an Terrarien, wodurch Sie sich einen guten Überblick über die verschiedenen Preisklassen und Ausführungen verschaffen können. Es gibt aber auch eine große Auswahl an Glasterrarien bei Amazon*. Auch hier sind alle großen Hersteller vertreten.

Typische Größen und Modelle

Da sich die Größe des Terrariums nach dem Tier richtet, haben sich typische Größen herausgestellt. So braucht man nur herauszufinden, welche Größe das Wunschtier benötigt und setzt es dann in das entsprechende Terrarium. Die gängigen Modell sind entweder auf die Höhe, Breite oder die Gesamtfläche hin ausgerichtet.

Bei den Türen an der Front gibt es im Grunde zwei Varianten, Schiebe- und Schwingtüren. Welches man hierbei bevorzugt, dass hängt alleine vom persönlichen Geschmack ab. Ich bin eher der Schwingtürenfreund.

Typische Größen für Terrarien:

  • 90x45x30cm
  • 90x45x45cm
  • 60x45x30cm
  • 60x45x45cm
  • 60x45x60cm
  • 45x45x30cm
  • 45x45x45cm
  • 45x45x60cm
  • 30x30x30cm
  • 30x30x45cm
  • 20x20x20cm
  • 20x20x30cm

Es gibt auch noch einige Zwischengrößen und Übergrößen. Diese allerdings alle aufzuführen, würde eine zu lange Liste ergeben. Sie können sich natürlich für eine gängige Größe entscheiden und sich dann das passende Tier aussuchen. Es hat schließlich nicht jeder Unmengen an Platz.

Fazit

Das Glasterrarium ist im Grunde der Alleskönner unter den Terrarien. Hiermit lässt sich jede Art von Terrarium verwirklichen. Sie machen also nichts falsch, wenn Sie sich dafür entscheiden. Darüber hinaus werden Sie auch sehr viel weniger Aufwand bei der Reinigung haben.

Haben Sie sich allerdings vorgenommen ein Glasterrarium selber zu bauen, dann sollten Sie einiges an Know-How im Terrarienbau und der Glasverarbeitung mitbringen. Fehler können sie nämlich teuer zu stehen kommen. In einem solchen Fall ist der Kauf eines Glasterrariums günstiger.

Ein Glasterrarium muss nicht teurer sein als ein Holzterrarium. Mit 50€ können Sie, wenn das Terrarium groß genug für ihr Tier ist, mit der Terraristik loslegen. Natürlich kommt dann noch Technik und Einrichtung hinzu. Im Zweifelsfall sollten Sie also besser zu einem Glasterrarium greifen, da sich der Preis nicht wirklich unterscheidet und Sie ihr Tier sehr viel leichter Pflegen können, gerade im Bezug auf das Thema Hygiene.